Privacy Browser für mehr Sicherheit und Privatsphäre

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Mehr Datenschutz, Sicherheit und vor allem mehr Privatsphäre im Internet wird von allen Seiten gefordert, und das nicht erst nach dem Inkrafttreten der EU-weiten Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO / Datenschutz DSGVO / Datenschutz). Generell kann man diesen Wunsch durchaus nachvollziehen, denn wer möchte schon freiwillig großen IT-Konzernen erlauben die eigenen Daten weiterzugeben, zu verkaufen und wer weiß was damit anzustellen.

Jede Medaille hat jedoch zwei Seiten, und auf diese möchte ich heute hier in diesem Artikel etwas näher eingehen. Zum einen möchte ich einige Gedanken rund um diese Thematik loswerden, und zum anderen werde ich einige Informationen und Tools vorstellen um die eigene Privatsphäre beim Klicken durch das Internet zu erhöhen.

Inhaltsverzeichnis:

Privacy Browser: Mehr Sicherheit und Privatsphäre

christ schmuck.jpgSchon länger gibt es diverse Popup-, Werbe- und Tracking-Blocker, welche als Plugins bzw. Addons für diverse Browser angeboten werden. Selbst Apple hat seinen Safari-Browser sogar den Mobilgeräten iPhone und iPad geöffnet und erlaubt nun solcherlei Apps und Softwarelösungen. In der Praxis sieht das Ganze so aus, dass der Benutzer sich ein solches Plugin installiert, und dieses dann beim Besuch einer Webseite vorab den Quellcode analysiert und diverse Bestandteile der Seite nicht mehr lädt.

So werden je nach Plugin und Einstellungen etwa Videos, Werbeanzeigen, iFrames oder generell Inhalte externer Seiten nicht mehr geladen. Darüber hinaus gibt es auch diverse Privacy Browser (z.B. Brave-Browser oder TOR - The Onion Router) welche von vornherein auf solcherlei Technik zurückgreifen.

Die Vor- und Nachteile bei der Nutzung von Privacy Browsern

Wie schon vorab erwähnt gibt es nicht immer nur Vorteile bei einer neuen Technik. Je mehr Browser-Hersteller und User auf solche Lösungen umstellen und nutzen, desto mehr Vor- und Nachteile ergeben sich für die einen oder anderen. Bei der Nutzung von Privacy Browsern ergeben sich so tolle Vorteile wie etwa die Möglichkeit Skripte zur Aktivitätenverfolgung durch soziale Netzwerke oder heimliche Digitalwährungsberechner (Krypto-Miner) zu blockieren.

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Für die Webseiten-Betreiber wird es aber durch die verschiedenen Ad-Blocker und Co. viel schwieriger. Mit der eigenen Webseite Geld verdienen oder zumindest die Serverkosten zu decken, geschweige denn die eigene Arbeit bezahlt zu bekommen die man in das jeweilige Webprojekt gesteckt hat wird nicht leichter. Dies trifft vor allem private Blogger und Webmaster.

Vorteile von Privacy Browsern für den Benutzer:

  • Die Webseiten laden in der Regel deutlich schneller.
  • Anonymität: Tracking des Users wird für den Webseitenbetreiber erschwert.
  • Lästige Werbung und externe Werbebanner werden nicht mehr angezeigt.
  • Der Datenverkehr verringert sich, was insbesondere den Usern auf Mobilgeräten (Smartphone / Tablet Smartphone / Tablet) im Mobilfunknetz zu Gute kommt.
  • Cookies, Werbung, Videos sowie externe Dienste und Scripte werden relativ zuverlässig geblockt.

Nachteile von Privacy Browsern für den User:

  • Ggf. werden Internetseiten nicht mehr zu 100% korrekt dargestellt.
  • Da den Webseitenbetreibern keine Einnahmen mehr durch Werbung zu Teil werden, müssen diese ggf. Ihr Online-Angebot für den Benutzer kostenpflichtig gestalten.
  • Zuvor kostenlose Informationen sind ggf. nurnoch kostenpflichtig abrufbar.

Nachteile von Privacy Browsern für den Webseitenbetreiber:

  • Besucherzahlen können nicht mehr zuverlässig über Dienste Dritter (z.B. Google Analytics) erfasst werden.
  • Blogger und Webmaster verlieren Ihre Werbeeinnahmen und müssen sich nach alternativen Finanzierungen Ihrer Plattform umsehen.

Alles in allem bleibt das Thema Datenschutz und Privatsphäre im Internet kontrovers. Das beste Beispiel hierfür ist und bleibt für mich immer noch den Consent-Banner mit dem Cookie-Hinweis den inzwischen beinahe jede Internetseite im Internet anzeigt.

Sobald ein Benutzer die Seite ansurft, wie auch meine hier. "Wir nutzen Cookies, Sie sind einverstanden....weiter...". Die Ironie an der Sache ist in meinen Augen das es Cookies schon so lange gibt wie es das Internet gibt. Jeder der im Internet surft sollte das spätestens nach der Einführung der Hinweispflicht wissen. ;-)

Der Witz bleibt aber.. Zum einen kann man Cookies jederzeit im eigenen Browser deaktivieren, sodass diese garnicht mehr gesetzt werden. Zum anderen ist dieser Hinweis den Webseiten Betreiber ausliefern müssen einfach nur nervig, da man egal auf welcher Seite mindestens 1mal (gerne auch mehrfach) Klicken muss, um überhaupt die Seite angezeigt zu bekommen. Einfacher und für den User komfortabler wäre hier in meinen Augen eine Regelung für Browser-Hersteller gewesen. Browser installieren -> Abfrage: "Websites nutzen ggf. Cookies...dies können Sie hier abstellen!" -> fertig! Aber es ist wie es ist. :-)

Privatsphäre Einstellungen prüfen:

Im Firefox Browser kann man hierzu im Menü Einstellungen (oder in URL-Leiste eingeben: about:preferences) unter Sicherheit jede Menge einstellen.

Oder man installiert gleich z.B. Brave - Privacy Browser. Brave hat auch einen entscheidenen Vorteil, denn hier kommen gleichzeitig interessen von Webseitenbetreibern und Usern zusammen.

Erlaubt ein Benutzer einer Seite Werbung auszuliefern bekommt der Benutzer dafür eine kleine Belohnung in Form der digitalen Währung BAT. Ist ein Benutzer zufrieden mit dem Inhalt der Webseite oder möchte dem Betreiber ebenfalls eine kleine Belohnung zukommen lassen, ist dies ebenfalls auf freiwilliger Basis möglich. Potentiell eine win-win-Situation für alle Beteiligten, sofern sich solcherlei Bonusprogramme durchsetzen.

Zuletzt bearbeitet: 30. Oktober, 2019
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